Von Abschied und Ankommen berichtete Malek Mansour bei seiner Lesung in Beuren und beeindruckte damit seine Zuhörerschaft.

Auf Einladung der Landfrauen Beuren-Balzholz las Malek Mansour am Montagabend im Bürgerhaus Alte Schule in Beuren aus seinem Buch „Von Aleppo ins Schwabenland“. Sehr eindrücklich schildert er darin die Geschichte seiner Flucht von Syrien nach Deutschland im Jahr 2015. Er beschreibt den Abschied von seiner Familie zu Hause und den folgenden beschwerlichen Weg über die Balkanroute, bis er nach mehreren Stationen in Deutschland schließlich in Nürtingen auf dem Säer ankommt. Ein Mentor wird ihm der Nürtinger Joerg Hauber, der sich ehrenamtlich für geflüchtete Menschen einsetzt.

Zielstrebig lernt Mansour, der in Syrien Archäologie studierte, die deutsche Sprache und meistert die bürokratischen Hürden. Er berichtete von Weggefährten auf seiner gefährlichen Reise und von neuen Erfahrungen und Begegnungen in seiner zweiten Heimat Deutschland. Mittlerweile lebt Mansour mit seiner Ehefrau Anja in Kirchheim und besitzt seit kurzem die deutsche Staatsbürgerschaft.

Seine Ausführungen stießen auf sehr großes Interesse, was auch in der angeregten Diskussions- und Fragerunde deutlich wurde. Christel Gneiting, die Erste Vorsitzenden der Landfrauen Beuren-Balzholz, begrüßte und führte durch den beeindruckenden Abend. Die Veranstaltung fand entsprechend der aktuellen Corona-Regelungen statt. lh